Chevrolet Volt soll 41.000 Dollar kosten
Der Chevrolet Volt wird wie erwartet kein Schnäppchen werden – rund 41.000 Dollar wird der Wagen auf dem US Markt wohl kosten, also rund 31.000€. Quasi zeitglich bringt auch Nissan ein Elektroauto heraus: Der Nissan Leaf ist rund 8000$ günstiger und hat bereits 17.000 Vorbestellungen.
Ab November wird der Chevrolet Volt in den USA zu Kaufen sein. Preislich liegt das Elektrowagen also auf gleichem Niveau wie ein Audi TT, BMW 3er oder VW Touareg, was wohl viele Amerikaner nochmals über den Kauf einen E-Autos nachdenken lässt. Der Volt kann rund 65 Kilometer allein mit der Batterie fahren und wenn diese leer ist springt der Verbrennungsmotor an, welche dann Strom produziert (Range Extender). Der Nissan Leaf dagegen ist ein reiner Stromer, hat also keinen zusätzlichen Verbrennungsmotor. Der Leaf schafft jedoch Distanzen bis zu 160km bevor er wieder geladen werden muss.
In den USA werden die Elektroauto aber stark subventioniert – so erhalten Käufer eine Gutschrift über 7500$ sowie eine Steuergutschrift. Zudem dürfen Fahrer eines Elektroautos in den USA spezielle Fahrspuren benutzen, die eigentlich nur für Fahrgemeinschaften zugelassen sind. Man sieht, dass die USA versucht hier die Elektromobilität dem Kunden schmackhaft zu machen.
Der Volt schafft maximal 160km/h und erreicht die 100km/h in rund 9 Sekunden. Er wird standardmäßig mit einem Ladekabel ausgeliefert, mit dem man ganz bequem an der Steckdose zu Hause laden kann. Die Lithium-Ionen-Batterie kommt mit einer Garantie von acht Jahren bzw. einer Laufdauer von 160TKM.
In Deutschland kommt der Chevrolt Volt als Opel Ampera Ende 2011 auf den Markt.
Kritik an der Förderung der Elektomobilität in Deutschland
Einer Studie des CAR-Instituts in Duisburg-Essen zufolge läuft Deutschland Gefahr bei der Entwicklung von Elektroautos international den Anschluss zu verliren. Es werden zuviele Kleinprojekte gefördert erklärte der Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer. Man verfolge das Ziel bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen, was aber mit der aktuellen Strategie schlichtweg nicht machbar wäre.
Dabei steckt in der Elektromobilität ein enormes Potential – so sollen 2025 weltweit rund 22 Millionen E-Autos und Hybridfahrzeuge verkauft werden. Sollten diese Zahlen zutreffen, so rechnet man mit einem Anstieg des Marktvolumens von Hochleistungsbatterien auf 130 Milliarden Euro.
Im Gegensatz zu Deutschland werden zum Beispiel in den USA und China der Ausbau mit rund 10 Milliarden Euro gefördert. Hierzulande sind es gerade einmal 115 Millionen Euro. Und dieses wenige Geld werde dann auch noch zu sehr gestreut.
Man kann nur hoffen, dass die Politik hier bald reagiert und die Foschung weiter vorantreibt. Lohnen würde es sich auf alle Fälle.
Elektroauto von Honda startet 2012
Elektromobilität: China auf der Überholspur
Wie McKinsey für das Magazin “Wirtschaftswoche” ermittelt hat, legt China im Bereich Elektromobilität und Elektroautos enorm zu. McKinsey berechnet den Evi-Index, welcher den Fortschritt der Elektromobilität der verschiedenen Länder misst. Bei der letzen Erhebung vor drei Monaten lag China noch auf Platz 7, bei der aktuellen machten die Chinesen vier Plätze gut und stehen nun auf dem 3.Platz und zogen mit Deutschland gleich. Erfasst wurden bei der Untersuchung nicht nur Elektroautos, sondern auch Plug-in-Hybridfahrzeuge.
Die ersten zwei Plätze belegen weiterhin die USA und Frankreich, welche das Elektroauto und die notwendige Infrastruktur gezielt fördern. Deutschland hat sich endlich dem Trend zum Elektroauto “ergeben” und kann durch seine Bemühungen jedoch näher zu Frankreich aufschließen. Im Mittelfeld schließen sich Japan, Korea, Italien und Dänemark an.
Sieben von 59 chinesischen Fahrezeugmodellen verfügen aktuell über einen Elektroantrieb. Insbesondere bei der Akkutechnik ist China weiter als manch andere Länder. Die Subvention für Elektroautos in China verringert den Preis eines Neuwagens dort um rund 4500 Euro.
Mit einem Elektroauto 14.000km von Shanghai nach Paris
Der ultimative Härtetest für das Elektroauto Citröen Berlingo – zwei Franzosen sind mit dem Elektroauto von Shanghai bis nach Paris gefahren und haben dabei eine Distanz von rund 14.000 Kilometer überwunden. Die Fahrt ging von China aus über Kasachstan, Russland, Ukraine, Polen, Tschechien, Deutschland bis nach Frankreich.
Das Batterienpack des Berlingo hielt rund 120 Kilometer, bis es aufgeladen werden musste. Mit an Bord waren zwei weitere Batteriepacks, welche die Reichweite auf theoretische 360km steigerte. Aufgeladen wurden die Batterien in den Dörfern der russischen Steppe an 380 Volt Steckdosen.
Ganz ohne Begleitfahrzeug überwanden die zwei Abenteurer mit ihrem Auto die Wüste Gobi, durchstanden Sandstürme, passierten verschneite Pässe und meisterten heftigste Strecken in Kasachstan und Russland.
Mit einer maximalen Geschwindigkeit von 110km/h kamen die Franzosen am 13.Juli in Paris an – rund 2,5 Monate haben Sie für die gigantische Strecke gebraucht. Gestartet hatten Sie am 3.Mai 2010 auf der Expo in Shanghai.
Den wohl härtesten Härtetest der Welt hat das Elektroauto bravorös bestanden – lediglich eine Reifenpanne gab es auf den 14.000 Kilometern.

