Neuer Energiespeicher soll Elektroautos billiger machen
Ein US-Start-up will die Akkus von Elektroautos preiswerter herstellen. Damit soll das größte Problem der teuren Energiespeicher der Vergangenheit angehören. Das Unternehmen 24M soll nun eine neuartige Batterie entwickeln. Man hofft auf eine Ersparnis von 85 Prozent der heutigen Herstellungskosten für den Akku, welche aktuell rund 10.000€ kosten. Sollte man diese Kostenreduzierung wirklich realisieren können wäre das Elektroauto weitaus konkurrenzfähiger als heutzutage noch.
Lesen Sie hier weitere Informationen zu den günstigen Akkus von 24M
Motorsound aus dem Generator
Ein Elektroauto läuft im Gegensatz zu einem Benziner flüsterleise. Doch soll das die Zukunft sein? Weil durch die “leisen Autos” die Gefahr für Fußgänger wächst könnte ihnen bald ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Nun denkt man über Lösungen nach: Hinter vorgehaltener Hand geben viele Hersteller zu, an künstlichen Geräuschen bei Autos zu arbeiten.
Der Motorsound aus dem Generator? Wenn es soweit kommen sollte, wollen die Hersteller einen für das Auto charakteristischen Sound mit Wiedererkennungswert. So soll ein Mercedes wie ein Mercedes und eine VW wie ein VW klingen.
Der ADAC dazu:
Elektroautos können tatsächlich leiser als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sein. Das gelte allerdings nur für den langsamen Verkehr, zum Beispiel in der Stadt: Ab einer Geschwindigkeit von etwa 80 Stundenkilometern dominieren Wind- und Reifengeräusche, sodass hier kein signifikanter Vorteil gegenüber konventionellen Autos besteht.
Auch wenn die Straßen durch die neuen E-Motoren ruhiger werden sollten, würde mir da Motorgeräusch eines Porsches oder BMW doch sehr fehlen. Besonders bei solchen Autos, bei denen der Sound heute eine große Rolle spielt wird sich kein Hersteller es sich leisten zu können vollkommen “auf Sound zu verzichten”.
Aber zuerst brauchen wir einmal die Elektroautos dazu, bevor man sich Gedanken über deren Lautstärke macht. Was haltet ihr davon?
Porsche Elektroboxter: “Elektro RUF”
Die Ökovariante vom Porsche Boxter – der Elektro RUF – hat 204 PS und fährt rein elektrisch. Unter sieben Sekunden braucht der E-Boxster von 0 auf 100km/h und hat eine Reichweite von 320 Kilometern. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 225Km/h.
Schade dass dann leider der Porsche-typische Sound wegfällt- aber da fällt den Tüftlern bei RUF sicher noch etwas ein.
Erste Elektroautos im Winter 2010
Noch sind Elektroautos die Ausnahme, kein deutscher Hersteller hat bisher ein Elektroauto zur Marktreife und Massenproduktion gebracht. Bisher fahren Testfahrzeuge wie der elektrisch angetrieben Mini und Smart durch die Gegend. Ab und an sieht man tatsächlich auch mal einen E-Porsche Boxter fahren aber das war es in Deutschland leider erstmal.
Ganz anders bei Mitsubishi, Peugeot und Citroen – sie starten noch dieses Jahr mit ihren E-Autos. Der Mitsubishi i-MiEV wurde bereits letztes Jahr in Japan auf den Markt gebracht. Die gleiche Technik steckt nun im Peugeot iOn und Citroën C-Zero. Der Motor der drei Fahrzeuge hat eine Leistung von 64 PS und kommt ohne Gangschaltung aus. Eine Akkuladung hält für ungefähr 130 Kilometer, geladen werden können die Autos über den Hausstromanschluss. Rund sechs Stunden muss man das Auto an die Steckdose hängen bis der Akku voll geladen ist. Über eine Schnellladevorrichtung erreicht man 80% Kapazität in nur 30 Minuten.
Designtechnisch sind die Autos leider nicht wirklich überzeugend. Es bleibt spannend ob die Autos in Deutschland Abnehmer finden.
München: Mehr Ladesäulen für Elektroautos
Ein Elektroauto zu verwenden, könnte im Großraum München für Pendler demnächst etwas einfacher werden: Die Stadtwerke München wollen an den Park & Ride-Anlagen in Stadt und Umland Ladesäulen für Elektroautos aufbauen. Dazu schlossen die Stadtwerke München eine Kooperation mit der Park & Ride-GmbH ab, die an U- und S-Bahnstationen 9500 Parkplätze bereithält.
Nicht alle von ihnen sollen dabei eine eigene Steckdose bekommen. Zunächst soll es Ladestationen an den Anlagen in Fröttmaning und an der Messestadt Ost geben. In beiden Fällen wäre es für Nutzer von Elektroautos dann leichter, ihren Wagen und die innerstädtischen U-Bahnen zu kombinieren. Weitere Standorte für Ladestationen soll es je nach Bedarf geben.
Im Lauf dieses Jahres wollen die Stadtwerke insgesamt 100 Ladestationen aufbauen, 30 davon sollen öffentlich zugänglich sein, die übrigen 70 sollen für die Privatnutzung eingerichtet werden.
Ein netter Anfang – gerade für Pendler – mich würde aber interessieren was das Laden dann kostet oder wie abgerechnet wird. Übrigens ist in München eine Niederlassung von Tesla, dort kann man sich den Tesla Roadster einmal anschauen und probefahren!

