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Lithium-Ionen-Akkus umweltfreundlicher als erwartet

Knackpunkt der Elektromobilität ist immer noch der Akku des Elektroautos. Zum einen stößt das Auto, welches durch Strom also durch den Akku angetrieben wird keine Emissionen aus. Zum anderen ist die Herstellung und Entsorgung dieser Akkus eine heikle Angelegenheit und wird oft als wenig umweltfreundlich beschrieben.

Nun hat de Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) erstmals einen ökologischen Fußabdruck für die Lithium-Ionen-Akkus berechnet. Nach dessen Berechnungen darf ein herkömmliches Auto maximal vier Liter Benzin auf 100 Kilometern verbrauchen um genauso umweltfreundlich wie ein Elektroauto zu sein.

Die Studie zeigt, dass nur maximal 15% der Gesamtbelastung auf die Batterie entfällt. Dabei entfallen schon 50% dieser Belastung auf die Gewinnung und Herstellung von Batterierohstoffen wie Kupfer und Aluminium. “Lithium-Ionen-Akkus sind also nicht so schlecht wie bisher angenommen”, sagt Dominic Notter, Mitautor der Studie.

Das Problem liege eher beim “Tanken” der Batterie. Läd man die Batterie in Europa mit dem üblichen Strommix aus Atom-, Wasser- und Kohlekraftwerken wird die Umwelt dreimal mehr belastet als durch den Akku an sich.

Die Belastung würde um volle 40% sinken, wenn der Strom ausschließlich aus der Wasserkraft gewonnen würde.

CARe 500: Das Fiat 500 Elektroauto

Auch den kleinen Fiat 500 gibt es nun als Elektroauto. Er hört auf den Namen CARe 500 und hat leider den stolzen Preis von 53.431 Euro. Ein 20PS starker Elektromotor erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 120Km/h. Die Reichweite des kleinen E-Flitzers soll bei rund 120 Kilometern liegen. Aufladen kann man ihn an jeder Steckdose, eine vollständige Akkuladung dauert aber acht Stunden. Ein 380 Volt Anschluss verkürzt die Ladezeit auf rund 2 Stunden.

Vertrieben wird das Auto vom Hamburger Energieversorgungsunternehmen mk-group Holding. Wenigstens ist bei diesem Kaufpreis noch eine 2-Jahres-Mitgliedschaft im ADAC sowie ein Fahrsicherheitstraining dabei. In den ersten fünf Jahren können die Besitzer der CARe 500 zudem kostenlos an den 280 Ladesäulen des Unternehmens ihr Fahrzeug aufladen.

VW E-UP! Elektroauto-Prototyp

Kleine Eindrücke des VW E-UP! 2009. Kurze Fahreindrücke und Animationen zum Platzangebot im Innenraum. Die von VW entwickelte Studie soll 2013 als Elektroauto in Serie gehen.

Neuer Energiespeicher soll Elektroautos billiger machen

Ein US-Start-up will die Akkus von Elektroautos preiswerter herstellen. Damit soll das größte Problem der teuren Energiespeicher der Vergangenheit angehören. Das Unternehmen 24M soll nun eine neuartige Batterie entwickeln. Man hofft auf eine Ersparnis von 85 Prozent der heutigen Herstellungskosten für den Akku, welche aktuell rund 10.000€ kosten. Sollte man diese Kostenreduzierung wirklich realisieren können wäre das Elektroauto weitaus konkurrenzfähiger als heutzutage noch.

Lesen Sie hier weitere Informationen zu den günstigen Akkus von 24M

Motorsound aus dem Generator

Ein Elektroauto läuft im Gegensatz zu einem Benziner flüsterleise. Doch soll das die Zukunft sein? Weil durch die “leisen Autos” die Gefahr für Fußgänger wächst könnte ihnen bald ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. Nun denkt man über Lösungen nach: Hinter vorgehaltener Hand geben viele Hersteller zu, an künstlichen Geräuschen bei Autos zu arbeiten.

Der Motorsound aus dem Generator? Wenn es soweit kommen sollte, wollen die Hersteller einen für das Auto charakteristischen Sound mit Wiedererkennungswert. So soll ein Mercedes wie ein Mercedes und eine VW wie ein VW klingen.

Der ADAC dazu:

Elektroautos können tatsächlich leiser als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sein. Das gelte allerdings nur für den langsamen Verkehr, zum Beispiel in der Stadt: Ab einer Geschwindigkeit von etwa 80 Stundenkilometern dominieren Wind- und Reifengeräusche, sodass hier kein signifikanter Vorteil gegenüber konventionellen Autos besteht.

Auch wenn die Straßen durch die neuen E-Motoren ruhiger werden sollten, würde mir da Motorgeräusch eines Porsches oder BMW doch sehr fehlen. Besonders bei solchen Autos, bei denen der Sound heute eine große Rolle spielt wird sich kein Hersteller es sich leisten zu können vollkommen “auf Sound zu verzichten”.

Aber zuerst brauchen wir einmal die Elektroautos dazu, bevor man sich Gedanken über deren Lautstärke macht. Was haltet ihr davon?