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Elektroauto Lightning GT

Der britische Sportwagen Lightning GT ist der Traum eines Elektrowagens: 700PS, 1400kg Gewicht, in vier Sekunden auf 100km/h. Die Batterie lässt sich in nur zehn Minuten laden.

Auch bei der Reichweite ist man weit voraus: Satte 400 Kilometer schafft der Lightning GT mit einer Batterieladung. Die erst vor sieben Jahren gegründete US-Firma Altairnano aus Reno in Nevada hat nun mit Hilfe der Nanotechnologie sowie Titan- und Keramik-Komponenten eine Batterie entwickelt, die mindestens zwölf Jahre funktionieren soll und noch nach 15.000 Ladevorgängen bis 85 Prozent der ursprünglichen Kapazität speichern kann. Das Laden dauert laut Hersteller tatsächlich nur zehn Minuten an einer normalen Steckdose.

Aktuell wird der Wagen noch getestet, 2011 soll die erste Kleinserie in Produktion gehen und verkauft werden. Leider wird der Spaß rund 220.000€ kosten. Laut Hersteller kann man jedoch noch beim Lightning GT sparen: Im Vergleich zu einem Audi RS4 kann man bei jährlicher Fahrleistung von rund 20.000km mit dem Elektroauto rund 15.000€ sparen – pro Jahr!

Wenn dann der Strom noch aus regenerativen Energien kommt ist der Traum vom emissionsfreien Supersportwagen erfüllt. Mehr Bilder gibts hier

Reva NXG – das Elektroauto aus Indien

Neben den großen Herstellern wie GM, BMW, Renault usw. drängen jetzt auch indische Hersteller auf den Markt und entwickeln ihre eigenen Elektroautos. Sie bieten günstige Preise und wollen so den Kunden von den “Batterie-Sorgen” befreien.

Das indisch-amerikanische Join-Venture Mahindra Reva aus Bangalore will seinen Stromer auch in Europa vertreiben. Der Viersitzer mit drei Türen hört auf den Namen Reva NXR City und soll als preiswertes Einsteigerauto angeboten werden. Die 48-Volt-Blei-Batterie schafft eine Reichweite von 80 Kilometern bei einer Höchstgeschwindigkeit von 80km/h.

Im moderneren NXR Intercity gibt es aber bereits einen Lithium-Ionen-Phosphat-Akkumulator, der die Reichweite auf 160 Kilometer verdoppelt. Das Spitzentempo liegt bei rund 100km/h. Der europäische Preis soll für das Basismodell gerade einmal 10.000€ liegen (NXR City), der NXR Intercity bei rund 15.000€. Dabei ist jedoch die Batterie NICHT enthalten. Entweder man kauft den Akku als Bundle zum Auto hinzu oder least ihn gegen eine monatliche Gebühr.

Wenn die Leistungsdichte der Akkus weiterhin massiv gesteigert wird, bei gleichzeitig fallenden Preisen ergibt sich für den Kunden folgendes Dilemma: Wer heute einen teuren und leistungsarmen Stromer kauft, wird in wenigen Jahren für die Hälfte des Geldes die doppelte Leistung bekommen können. Wenn die Batterie nur geleast wird, kann dem Kunden dieses Risiko genommen werden.

Bereits 2011 soll das nächste Modell entstehen – mit rund 200 Kilometern Reichweite. Der Preis für diesen Wagen soll bei rund 23.000€ liegen – ohne Akku. Ob die Inder auf dem europäischen Markt damit Fuß fassen können bleibt fraglich. Bei Elektrofahrzeugen zählen allein Reichweite und Batteriekosten und hier betritt fast jeder Hersteller aktuell Neuland.

Elektrocoupé Renault DeZir

Der Renault DeZir – ein reines Elektroauto – wird der Hingucker beim Pariser Autosalon 2010 sein. Das Auto sieht aus wie eine unglaubliche Zukunftsvision und lässt wohl jeden Autofan aufhorchen.

Die Besonderheiten: Zwei gegenläufig öffnende Flügeltüren, 21-Zoll-Räder und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in fünf Sekunden – da sehen fast alle Benziner alt gegen aus..

Der Zweisitzer wiegt durch Leichbauweise gerade mal 830kg, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 180km/h.

Auch beim technik/”target=”_self”title=”Akku bei Elektroautos” >Akku geht Renault interessante Wege: Die 24kWh starke Batterie kann im “Quickdrop-Verfahren” einfach ausgewechselt werden. Ist gerade keine Wechselstation in der Nähe kann das Elektroauto natürlich auch an der Steckdose geladen werden. Eine vollständige Ladung soll acht Stunden dauern. Bei einer Schnellladung bei 400Volt schafft man 80 % der Kapazität in nur 20 Minuten.

Chevrolet Volt soll 41.000 Dollar kosten

Der Chevrolet Volt wird wie erwartet kein Schnäppchen werden – rund 41.000 Dollar  wird der Wagen auf dem US Markt wohl kosten, also rund 31.000€. Quasi zeitglich bringt auch Nissan ein Elektroauto heraus: Der Nissan Leaf ist rund 8000$ günstiger und hat bereits 17.000 Vorbestellungen.

Ab November wird der Chevrolet Volt in den USA zu Kaufen sein. Preislich liegt das Elektrowagen also auf gleichem Niveau wie ein Audi TT, BMW 3er oder VW Touareg, was wohl viele Amerikaner nochmals über den Kauf einen E-Autos nachdenken lässt. Der Volt kann rund 65 Kilometer allein mit der Batterie fahren und wenn diese leer ist springt der Verbrennungsmotor an, welche dann Strom produziert (Range Extender). Der Nissan Leaf dagegen ist ein reiner Stromer, hat also keinen zusätzlichen Verbrennungsmotor. Der Leaf schafft jedoch Distanzen bis zu 160km bevor er wieder geladen werden muss.

In den USA werden die Elektroauto aber stark subventioniert – so erhalten Käufer eine Gutschrift über 7500$ sowie eine Steuergutschrift. Zudem dürfen Fahrer eines Elektroautos in den USA spezielle Fahrspuren benutzen, die eigentlich nur für Fahrgemeinschaften zugelassen sind. Man sieht, dass die USA versucht hier die Elektromobilität dem Kunden schmackhaft zu machen.

Der Volt schafft maximal 160km/h und erreicht die 100km/h in rund 9 Sekunden. Er wird standardmäßig mit einem Ladekabel ausgeliefert, mit dem man ganz bequem an der Steckdose zu Hause laden kann. Die Lithium-Ionen-Batterie kommt mit einer Garantie von acht Jahren bzw. einer Laufdauer von 160TKM.

In Deutschland kommt der Chevrolt Volt als Opel Ampera Ende 2011 auf den Markt.

Kritik an der Förderung der Elektomobilität in Deutschland

Einer Studie des CAR-Instituts in Duisburg-Essen zufolge läuft Deutschland Gefahr bei der Entwicklung von Elektroautos international den Anschluss zu verliren. Es werden zuviele Kleinprojekte gefördert erklärte der Institutsleiter Ferdinand Dudenhöffer. Man verfolge das Ziel bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen, was aber mit der aktuellen Strategie schlichtweg nicht machbar wäre.

Dabei steckt in der Elektromobilität ein enormes Potential – so sollen 2025 weltweit rund 22 Millionen E-Autos und Hybridfahrzeuge verkauft werden. Sollten diese Zahlen zutreffen, so rechnet man mit einem Anstieg des Marktvolumens von Hochleistungsbatterien auf 130 Milliarden Euro.

Im Gegensatz zu Deutschland werden zum Beispiel in den USA und China der Ausbau mit rund 10 Milliarden Euro gefördert. Hierzulande sind es gerade einmal 115 Millionen Euro. Und dieses wenige Geld werde dann auch noch zu sehr gestreut.

Man kann nur hoffen, dass die Politik hier bald reagiert und die Foschung weiter vorantreibt. Lohnen würde es sich auf alle Fälle.